Der Hypothekarzins ist für Besitzerinnen und Besitzer eines Einfamilienhauses oder einer Wohnung meist der grösste Posten des Wohnbudgets. Das passende Hypothekarmodell und ein möglichst tiefer Zins, kann einem rasch einige tausend Franken pro Jahr einsparen. Einfach künden und innert ein paar Monaten zu einem besseren Angebot wechseln kann man bei der Hypothek – im Gegensatz etwa zu einer Versicherung – aber nicht.
In der Regel haben Hypothekarverträge eine festgelegte Laufzeit und ein vorzeitiger Ausstieg müsste teuer erkauft werden – das gilt nicht nur für Festhypotheken, sondern auch für solche mit variablen Zinsen oder für Saron-Hypotheken. Erst wenn der Vertrag ausläuft, bietet sich die Chance das Hypothekarmodell zu wechseln oder einen Vertrag mit besseren Konditionen bei einem anderen Anbieter abzuschliessen. Damit es klappt, braucht es Vorausplanung. Zum einen sollte man genau prüfen, ob die Hypothek einfach ausläuft oder sich ohne aktive Kündigung stillschweigend verlängert. Zum anderen empfiehlt es sich, mit der Suche nach einer Anschlussfinanzierung rund ein halbes Jahr vor dem Kündigungstermin der bestehenden Hypothek zu beginnen. Dann bleibt genügend Zeit, um verschiedene Angebote einzuholen, diese zu vergleichen, den neuen Vertrag abzuschliessen und den alten fristgerecht zu kündigen.
Neben dem bestehenden Anbieter lohnt es sich immer, auch Offerten bei der Konkurrenz einzuholen. Gerade bei der Ablösung bestehender Hypotheken haben auch Versicherungen oder die eigene Pensionskasse oft interessante Angebote. Hier lohnt es sich nachzufragen. Wer keine Lust hat, Offerten selber zu vergleichen, kann die Suche nach einem optimalen Angebot gegen entsprechende Entschädigung auch einem darauf spezialisierten Broker übertragen.